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Spätestens 1252 gründete der Johanniterorden auf den Ruf der Erbacher Schenken die Johanniterpfarrei in dem alterbachischen Dorf Ober-Mossau. Von dem älteren Kirchenbau sind noch der Chor, die untere Turmmauer und die Nordseite des Kirchenschiffs erhalten. Im Jahre 1501 erfuhr die Kirche nach Süden eine Erweiterung. An drei Stellen der Kirche ist noch das Johanniterkreuz zu sehen. Der rippengewölbte Chor im unteren Turmgeschoß ist durch einen Triumphbogen vom Langhaus getrennt. Die Konsolen der Wölbungsrippen tragen Reliefbilder (Stierhaupt, Kelch, Lilien ). In den Wölbekappen befinden sich gotische Wandgemälde von Cherubfiguren, im Gewölbescheitel ein plastisches menschliches Lockenhaupt. Die Sakramentnische stammt noch aus der Gründungszeit der Kirche. In Chor wird ein Grabstein von 1504 aufbewahrt; er ist das älteste Eisenhauerdenkmal im Odenwald. Rudimente eines Sühnekreuzes und das Bruchstück eines Grabsteines für einen Geistlichen sowie ein Bauteil eines Rippengewölbes werden im Kirchenschiff unter der Orgelempore aufbewahrt. Daneben steht der alte und heute wieder benutzte Taufstein aus der Gründungszeit der Kirche. Steinere Bauurkunden belegen inschriftlich die Daten "a(nno) dom(in)i 1500" und "1501". Zwei hölzerne Sargtragen werden im benachbarten Gehöft Bär/Kübler aufbewahrt.